Garten-Pools - billig abtauchen
Verfasst: 24.06.2007, 16:02
Was taugen die und macht deren Wasserqualität eventuell krank?
Swimmingpools waren lange der pure Luxus, nur was für Leute mit Villen, Riesengärten und Hausmeister. Das einfache Volk konnte sich höchstens ein popeliges Planschbecken für die Kinder leisten. Mittlerweile ist das anders. Die Planschbecken sind quasi erwachsen geworden. Badespaß auch für die Großen, zum ganz kleinen Preis. Fragt sich nur, wie lange der anhält und was ihn im wahrsten Wortsinn trübt. Für Ratgeber Technik hat Alexandra von Samson drei Billig-Pools unter harten Praxisbedingungen getestet. Sie betreibt einen Reiterhof in der Heide über den ständig eine Schar erhitzter Kinder tobt. Und die tobte für uns auch durch die Pools.
Die Kandidaten
Alle drei Kandidaten haben ein Fassungsvermögen von etwa 6.000 Litern Wasser. Der Durchmesser beträgt etwa 3,60 Meter, die Höhe cirka neunzig Zentimeter. Im Lieferumfang bei allen Pools: eine Leiter und eine kleine Filteranlage.
Familiy QuickUp Pool
Das billigste stammt vom Discounter Penny und kostet rund 80 Euro. Der Pool richtet sich selbst auf, wenn der obere Wulst aufgepumpt und Wasser eingelassen wird. Vergleichbare Modelle werden gerade überall verscherbelt: bei Discountern, in Baumärkten und im Versandhandel.
Econo-Becken
Das Econo-Becken für rund 180 Euro stammt von der Baumarktkette "Bauhaus". Es ist zwar 100 Euro teurer als der QuickUp Pool, wirkt dafür aber besonders robust. Schließlich wird im Prospekt auf die "verzinkte Stahlwand" hingewiesen.
Stahlrahmenpool
Der Stahlrahmenpool kommt vom Versandhändler Otto, kostet 215 Euro inklusive Versandgebühr. Es ist also am teuersten, dafür wird das große und schwere Paket direkt in den Garten geliefert.
Der Aufbau
Der "Family QuickUp Pool" kommt harmlos daher: Schließlich muss nur der Wulst aufgepumpt werden und der Rest erledigt sich von allein wenn das Wasser einläuft. Aber der erste Eindruck täuscht. Mit einer gewöhnlichen Luft- oder Fußpumpe, die sonst bei Gästematratzen zum Einsatz kommt, ist es allerdings nicht getan. Nach etwa einer Stunde beharrlichen Pumpens hatte Testerin Alexandra von Samson zwar ein lahmes Bein, aber noch lange keinen fertigen Pool. Wer kann, sollte gleich zum Kompressor greifen. Auch die Befüllung mit Wasser erfordert reichlich Ausdauer. Wer nicht zufälligerweise ein guter Freund der Feuerwehr ist, und deshalb auf seinen Gartenschlauch angewiesen ist, der muss mindestens sieben Stunden warten, bis der Pool planschbereit ist.
Beim "Econo-Becken" macht der Aufbau noch weniger Spaß. Die erste Überraschung eröffnet die Gebrauchsanweisung. Darin heißt es, der "Einbau von Betonplatten" werde empfohlen, damit die Bodenschiene sicher und stabil steht. Kein Wunder, dass die Betonplatten mit keinem Sterbenswörtchen auf der Verpackung erwähnt werden, denn das würde zahlreiche potentielle Kunden sicher vom Kauf abhalten. Da die Kosten für die Betonplatten die für den Pool schnell übersteigen würden, verzichtete Alexandra von Samson darauf, suchte nur einen ebenen Untergrund und verlegte einen Vlies, um die Beckenfolie zu schützen.
Die Bodenschiene wird, wie der Handlauf, teleskopartig zusammengesteckt. Eine ziemliche "Frickelarbeit", weil die Teile nicht gut in einander passen. Schließlich wird die "Stahlwand" in die Schiene geschoben. Dafür werden mindestens drei Leute gebraucht und auch dann rutscht die Wabbel-Wand immer wieder aus der Schiene. Alexandra von Samson hatte beim Aufbau tatkräftige Unterstützung von zwei professionellen Pool-Bauern, dennoch dauerte der Aufbau länger als eine Stunde.
Der "Stahlrahmenpool" hingegen entpuppte sich als positive Überraschung. Die Gebrauchsanweisung verspricht vollmundig, der Aufbau dauere mit zwei bis drei Personen nur dreißig Minuten. Und tatsächlich halten Alexandra von Samson und ihre Helfer die Zeit locker ein. Wer einmal ein Zelt aufgebaut hat, kapiert nämlich schnell wie’s geht. Die waagerechten Geländerteile werden mittels eines T-Steckers mit den Pool-Beinen verbunden, die Folien eingehängt, fertig.
Swimmingpools waren lange der pure Luxus, nur was für Leute mit Villen, Riesengärten und Hausmeister. Das einfache Volk konnte sich höchstens ein popeliges Planschbecken für die Kinder leisten. Mittlerweile ist das anders. Die Planschbecken sind quasi erwachsen geworden. Badespaß auch für die Großen, zum ganz kleinen Preis. Fragt sich nur, wie lange der anhält und was ihn im wahrsten Wortsinn trübt. Für Ratgeber Technik hat Alexandra von Samson drei Billig-Pools unter harten Praxisbedingungen getestet. Sie betreibt einen Reiterhof in der Heide über den ständig eine Schar erhitzter Kinder tobt. Und die tobte für uns auch durch die Pools.
Die Kandidaten
Alle drei Kandidaten haben ein Fassungsvermögen von etwa 6.000 Litern Wasser. Der Durchmesser beträgt etwa 3,60 Meter, die Höhe cirka neunzig Zentimeter. Im Lieferumfang bei allen Pools: eine Leiter und eine kleine Filteranlage.
Familiy QuickUp Pool
Das billigste stammt vom Discounter Penny und kostet rund 80 Euro. Der Pool richtet sich selbst auf, wenn der obere Wulst aufgepumpt und Wasser eingelassen wird. Vergleichbare Modelle werden gerade überall verscherbelt: bei Discountern, in Baumärkten und im Versandhandel.
Econo-Becken
Das Econo-Becken für rund 180 Euro stammt von der Baumarktkette "Bauhaus". Es ist zwar 100 Euro teurer als der QuickUp Pool, wirkt dafür aber besonders robust. Schließlich wird im Prospekt auf die "verzinkte Stahlwand" hingewiesen.
Stahlrahmenpool
Der Stahlrahmenpool kommt vom Versandhändler Otto, kostet 215 Euro inklusive Versandgebühr. Es ist also am teuersten, dafür wird das große und schwere Paket direkt in den Garten geliefert.
Der Aufbau
Der "Family QuickUp Pool" kommt harmlos daher: Schließlich muss nur der Wulst aufgepumpt werden und der Rest erledigt sich von allein wenn das Wasser einläuft. Aber der erste Eindruck täuscht. Mit einer gewöhnlichen Luft- oder Fußpumpe, die sonst bei Gästematratzen zum Einsatz kommt, ist es allerdings nicht getan. Nach etwa einer Stunde beharrlichen Pumpens hatte Testerin Alexandra von Samson zwar ein lahmes Bein, aber noch lange keinen fertigen Pool. Wer kann, sollte gleich zum Kompressor greifen. Auch die Befüllung mit Wasser erfordert reichlich Ausdauer. Wer nicht zufälligerweise ein guter Freund der Feuerwehr ist, und deshalb auf seinen Gartenschlauch angewiesen ist, der muss mindestens sieben Stunden warten, bis der Pool planschbereit ist.
Beim "Econo-Becken" macht der Aufbau noch weniger Spaß. Die erste Überraschung eröffnet die Gebrauchsanweisung. Darin heißt es, der "Einbau von Betonplatten" werde empfohlen, damit die Bodenschiene sicher und stabil steht. Kein Wunder, dass die Betonplatten mit keinem Sterbenswörtchen auf der Verpackung erwähnt werden, denn das würde zahlreiche potentielle Kunden sicher vom Kauf abhalten. Da die Kosten für die Betonplatten die für den Pool schnell übersteigen würden, verzichtete Alexandra von Samson darauf, suchte nur einen ebenen Untergrund und verlegte einen Vlies, um die Beckenfolie zu schützen.
Die Bodenschiene wird, wie der Handlauf, teleskopartig zusammengesteckt. Eine ziemliche "Frickelarbeit", weil die Teile nicht gut in einander passen. Schließlich wird die "Stahlwand" in die Schiene geschoben. Dafür werden mindestens drei Leute gebraucht und auch dann rutscht die Wabbel-Wand immer wieder aus der Schiene. Alexandra von Samson hatte beim Aufbau tatkräftige Unterstützung von zwei professionellen Pool-Bauern, dennoch dauerte der Aufbau länger als eine Stunde.
Der "Stahlrahmenpool" hingegen entpuppte sich als positive Überraschung. Die Gebrauchsanweisung verspricht vollmundig, der Aufbau dauere mit zwei bis drei Personen nur dreißig Minuten. Und tatsächlich halten Alexandra von Samson und ihre Helfer die Zeit locker ein. Wer einmal ein Zelt aufgebaut hat, kapiert nämlich schnell wie’s geht. Die waagerechten Geländerteile werden mittels eines T-Steckers mit den Pool-Beinen verbunden, die Folien eingehängt, fertig.
